Neues Phoenix-Blogprojekt: MdB 2.0

MdB 2.0 Jan Filter hat mich vor ein paar Tagen auf ein neues Phoenix-Projekt namens “MdB 2.0” aufmerksam gemacht. Dort bloggen fünf junge Politiker aus den im Bundestag vertretenen Parteien, um gegen die Politikverdrossenheit vor allem bei jüngeren Menschen anzukämpfen. Durch den Blog möchte man den Abstand zwischen Wähler und Abgeordnetem verkürzen. Im Prinzip eine sehr gute Idee also.

Ich habe allerdings ein bisschen die Bedenken, dass das Angebot nicht sehr erfolgreich wird. Denn gerade politisch uninteressierte Menschen werden wohl kaum die Zeit investieren, einen über 500 Worte langen Beitrag zu lesen. Meiner Meinung nach sollte man lieber das Konzept ausweiten, das einige der Abgeordneten schon teilweise nutzen und das Blog zu einem Videoblog umwandeln. Denn selbst mich schrecken solche langen Beiträge teilweise ab; ein kurzes Video sehe ich mir aber durchaus gerne an.

Erfreulich ist aber, dass bisher nur wenig die Programmatik-Keule geschwungen wird. Gut gefallen mir auch die Beiträge von Nicole Maisch von den Grünen, die einige Einblicke in den Abgeordneten-Alltag mit Besuchergruppen, Wahlkreisbüro und Parteitagen gibt.

PS: Übrigens eine kleine Frage an die Verantwortlichen von Phoenix: Warum zeigt ihr die Videos nicht im RSS-Feed an? Mit WordPress und YouTube stellt das doch im Normalfall gar keine Probleme dar…

Über Matthias

Abiturient, Triathlet, Apple-Fanboy, Liberaler
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2 Antworten auf Neues Phoenix-Blogprojekt: MdB 2.0

  1. jens sagt:

    So unterschiedlich können Meinungen sein. Ich fand den Beitrage von Frau Maisch einen Witz.
    Die Frau ist vor 22 Monaten in den Bundestag nachgerückt und meint nun kurz vor der Bundestagswahl – oder wohl eher vor der Aufstellung der hessischen Landesliste – ihre Arbeit vorstellen zu müssen. Und das im Stil eines Schüleraufsatzes, Nievau 8. Klasse.

    • Das Projekt gibt es ja auch noch keine 22 Monate und eine allgemeine Vorstellung der Arbeit ist doch nicht schlecht; es wird überall noch Menschen geben, die keinen Plan von der Arbeit es Bundestagsabgeordneten haben und sich nur darüber aufregen dass die Politiker schon wieder ihre Diäten erhöht haben, obwohl die eh nie im Parlament sitzen. Dass diese Beiträge für uns “stark politik Interessierte” vielleicht weniger interessant sind, ist ja was anderes, aber an uns richtet sich das Projekt ja auch nicht in erster Linie.

      Und zu ihrem Sprachstil: Es gibt auch auf ihrer Webseite die Option “Diese Informationen stehen auch in leichter Sprache zur Verfügung”… ;-)

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